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Matinee "Kultur im Stadel" im Weismannstadel Hemau

Der historische Weismannstadel zeigte sich am Sonntagvormittag einmal mehr als lebendiger Treffpunkt für Kulturfreunde, Heimatverbundene und Denkmalbegeisterte. Zur Matinee „Kultur im Stadel“ hatte der Verein Kulturerbe Bayern eingeladen – und zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung in den liebevoll restaurierten Jurastadel im Herzen Hemaus.

Schon beim Betreten des denkmalgeschützten Gebäudes wurde deutlich, was den besonderen Reiz dieses Ortes ausmacht: Historisches Gemäuer, traditionelle Baukunst und modernes kulturelles Leben verbinden sich hier auf eindrucksvolle Weise. Der 1824 errichtete Stadel, der einst vom Abriss bedroht war, ist heute ein Vorzeigeprojekt gelungener Denkmalpflege und ein kultureller Anziehungspunkt weit über die Region hinaus.

Für einen unterhaltsamen und zugleich nachdenklichen Vormittag sorgte Musikkabarettist Jürgen Kirner, der als neuer Botschafter von Kulturerbe Bayern erstmals in dieser Funktion in Hemau auftrat. Mit viel Charme und Humor begeisterte er das Publikum. Im Gespräch mit der Vorsitzenden von Kulturerbe Bayern, Dr. Sybille Krafft, sprach Kirner über die Bedeutung historischer Gebäude, über Heimatverbundenheit und darüber, wie wichtig engagierte Menschen für den Erhalt des kulturellen Erbes sind.

Ein weiterer Höhepunkt waren Ausschnitte aus dem BR-Film „Stadelgeschichten. Leben mit einem Denkmal“, den Dr. Krafft bereits 2018 bei Familie Semmler in Hemau gedreht hatte. Die bewegenden Bilder erinnerten daran, wie viel Herzblut, Ausdauer und Überzeugung notwendig waren, um den Weismannstadel vor dem Verfall zu bewahren und ihm neues Leben einzuhauchen.

Im anschließenden Gespräch berichteten Thomas und Andrea Semmler von ihrem Weg als Denkmalretter und gab spannende Einblicke in aktuelle und zukünftige Projekte. Das Publikum verfolgte die Erzählungen mit großem Interesse.

Musikalische Beiträge der Bauernseufzer sorgten zwischen den Programmpunkten für stimmungsvolle Akzente. Bei regionalen Schmankerln und Getränken nutzten viele Gäste anschließend die Gelegenheit zum Austausch. So wurde die Veranstaltung nicht nur zu einer Hommage an die Denkmalpflege, sondern auch zu einem lebendigen Treffpunkt für Menschen, denen Geschichte, Kultur und Heimat am Herzen liegen.

Am Ende blieb der Eindruck eines rundum gelungenen Vormittags: Der Weismannstadel bewies erneut, dass historische Gebäude weit mehr sein können als stille Zeugen vergangener Zeiten – nämlich Orte der Begegnung, der Inspiration und des kulturellen Lebens.

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TVA

Mittelbayerische Zeitung


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